Betriebskindergarten

Mirjam Falkeis ist Leiterin des Kindergartens und der Kinderkrippe im Krankenhaus St. Vinzenz Zams. Sie erzählt, wie wichtig es ist, den Kindergarten für berufstätige Eltern offen zu halten.

Wie viele Kinder kommen derzeit in Ihre Einrichtung?

Falkeis: „Montag und Dienstag vergangener Woche war der Betreuungsbedarf nicht gegeben. Ab Mitte der Woche waren wieder Kinder gemeldet, es variiert sehr stark. Wir sind aber für spontane Betreuungswünsche auf Abruf bereit. Aufgrund der Ausgangssperre werden nun wohl viele Partner zuhause sein, welche die Kinder selbst versorgen können."

Wie lange glauben Sie werden die Eltern ihre Kinder zu Hause betreuen können?

Falkeis: „Das hängt in erster Linie von der Fortdauer der Ausgangssperre ab. Sobald es wieder möglich ist, werden wieder viele Partner zur Arbeit zurückkehren. Auch wenn der Bedarf im Krankenhaus steigt, wird es wohl vermehrt zu Aufforderungen kommen, dem Dienst nachzukommen und mitunter auch Überstunden zu leisten. Dann stehen wir jedenfalls bereit. Es gilt für alle Mitarbeiter das Angebot, dass sie derzeit ihre Kinder kostenlos zu uns bringen dürfen."

Wie gehen die KindergärtnerInnen mit der Situation um?

Falkeis: „Für viele war die Erkenntnis neu, dass wir eine systemerhaltende Funktion haben. Das ist schon eine große Verantwortung. Wir haben viele Einzelgespräche geführt und Krisensitzungen mit dem Team wahrgenommen, auch um Sorgen und Ängste zu nehmen. Es sind aber alle mit dabei, die Bereitschaft zu helfen und auch spontan zu reagieren ist groß."

Haben die KindergärtnerInnen Angst, angesteckt zu werden?

Falkeis: „Am Anfang war Verunsicherung vorhanden. Wir haben versucht, das im Gespräch auszuräumen. Wir achten genauestens auf Schutz der Gesundheit, auf Hygiene und Desinfektion. Die Bereitschaft ist ungebrochen groß, in dieser Situation auch mitzuhelfen. Wir müssen uns halt einfach von älteren Menschen fernhalten. Aber wir schauen, dass wir auf etwaige Sorgen unser MitarbeiterInnen sehr individuell eingehen."

Fühlen Sie sich als Kindergartenleiterin ausreichend von öffentlicher Seite informiert?

Falkeis: „Ich finde, dass die Lage klar ist. Die Leitung des Krankenhauses hat uns umfassend informiert, zusätzlich gibt es auch noch die Informationen vom Land Tirol. Uns ist bewusst, dass wir als systemerhaltende Berufsgruppe unserer Arbeit nachgehen müssen. Die Kinderbetreuung für das Krankenhaus-Personal ist eine Voraussetzung für das Funktionieren des Gesundheitssystems. Trotzdem muss man den Eltern die Freiheit lassen, ob sie die Kinder zur Betreuung bringen oder nicht. Wie auch immer: Wir sind das Notfallnetz für alle Fälle."

Ist diese Flexibilität nicht eine große Belastung?

Falkeis: „Generell sind wir als Betriebskindergarten eines Krankenhauses gewohnt, mit besonderen Herausforderungen umzugehen. Wir müssen auch sonst flexibel sein und auf Diensttäusche und außergewöhnliche Arbeitszeiten reagieren können. Was es braucht ist ein professioneller Zugang zu dem Thema und Fingerspitzengefühl, um mit der Situation fertig zu werden. Unser Motto lautet jetzt: Nur gemeinsam schaffen wir das."

Foto: Krankenhaus Zams/Mathias Brabetz


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